axomera
Bandscheibe & Ischialgie

Den ausstrahlenden Nervenschmerz genau lokalisieren.

Wenn ein Bandscheibenvorfall auf die Nervenwurzel drückt, kann der Schmerz ins Bein oder in den Arm  ziehen— und bleibt oft, auch wenn die akute Phase vorbei ist. Als Referenzzentrum der Axomera-Therapie untersuchen wir in Düsseldorf die schmerzhafte Region des entzündeten Nerven sehr genau und setzen in geegneten Fällen die Axomera Therapie ein.

Lupe über der LWS — Bandscheibenvorfall mit Ischialgie
Krankheitsbild

Nervenwurzel unter Druck.

Bei einem Bandscheibenvorfall drückt Bandscheibengewebe auf eine Nervenwurzel; das löst eine Nervenwurzelentzündung mit ausstrahlenden Schmerzen ins Bein (Ischialgie) oder in den Arm aus, oft verbunden mit Kribbeln und Taubheit.

Die meisten Vorfälle bessern sich über Wochen konservativ — bei anhaltenden Schmerzen stellt sich die Frage nach weiteren Optionen.

Patienten

Was Patienten berichten.

Typische Angaben

Aus unseren Patientengesprächen und den vorgelegten Arztbriefen.

  • Beschwerden seit meist mehreren Wochen bis Monaten
  • In Bein oder Arm ausstrahlender Schmerz
  • Kribbeln oder Taubheit im Versorgungsgebiet
  • Verstärkung bei Belastung, Husten, Niesen
  • Oft Schmerzmittel und OP-Empfehlung im Raum
Bisherige Therapie

Fast immer in dieser Reihenfolge.

  1. Schmerzmittel und Kortison
  2. Physiotherapie / Rückenschule
  3. Periradikuläre Injektionen (PRT / epidurale Infiltration)
  4. Bandscheiben-OP
Standardtherapien im Blick

Was die Standardtherapien wirklich leisten.

Konservative Therapie: Zeit heilt die Mehrheit — aber nicht alle.

Etwa 80–90 % der lumbalen Bandscheibenvorfälle bilden sich innerhalb von sechs bis zwölf Wochen spontan zurück; sogar sequestrierte Vorfälle können sich radiologisch erheblich verkleinern. Basis der konservativen Versorgung sind aktive Bewegung, gezielte Physiotherapie und bedarfsweise NSAR — Bettruhe ist obsolet und verschlechtert das Ergebnis. Systematische Reviews zeigen für NSAR bei Ischialgie einen kleinen bis moderaten kurzfristigen Effekt gegenüber Placebo, für Opioide keinen überlegenen Nutzen bei relevanten Nebenwirkungen. Trotz Rückbildung im MRT verbleiben bei einem Teil der Patienten funktionelle Einschränkungen, Kribbeln oder residuale Schmerzen; ein zeitlich klar begrenzter konservativer Versuch (in der Regel 6–12 Wochen ohne Red Flags) ist evidenzbasierter Standard. Bei zunehmenden neurologischen Ausfällen, Blasen- oder Mastdarmstörungen ist die konservative Strategie sofort zu verlassen.

Chiu CC et al. Rate of spontaneous regression, Meta-Analyse. Clin Rehabil 2015. PMID 25009200. — Rasmussen-Barr E et al. NSAIDs for sciatica. Cochrane Database Syst Rev 2016;10:CD012382. — Hahne AJ et al. Non-surgical treatment for LDH: systematic review. Spine 2010;35(11):E488–504.

Injektionen (PRT / epidurale Infiltration): geringe Linderung, nur kurz.

Periradikuläre und epidurale Kortison-Infiltrationen (PRT, transforaminal, interlaminär, kaudal) sollen die perineurale Entzündung an der komprimierten Nervenwurzel dämpfen. Der Cochrane-Review (Oliveira 2020) und weitere Meta-Analysen zeigen einen kleinen, kurzfristigen Effekt auf Bein-Schmerz und Funktion — überwiegend bis vier Wochen; die Effekte sind meist nicht klinisch relevant und über sechs Monate hinaus nicht robust nachweisbar. Zusatzeffekte von Kortison gegenüber Lokalanästhetikum alleine sind gering; ein Einfluss auf die spätere Operationsentscheidung ist nicht konsistent belegt. Seltene, aber ernste Komplikationen (v. a. transforaminal, partikuläres Kortison: neurologische Ereignisse) sind dokumentiert, weshalb bildwandler-gestützte Technik und nicht-partikuläres Kortison empfohlen werden. Sinnvoll als Überbrückung bei starkem radikulärem Schmerz — kein Ersatz für eine langfristige Strategie.

Oliveira CB et al. Epidural corticosteroid injections for lumbosacral radicular pain. Cochrane Database Syst Rev 2020;4:CD013577. — Pinto RZ et al. ESI for sciatica: SR/MA. Ann Intern Med 2012;157(12):865–877. — Bicket MC et al. Epidural steroid safety review. Reg Anesth Pain Med 2015.

Operation: gute Kurzzeitwirkung — jeder Fünfte bis Sechste wird nachoperiert.

Die Bandscheiben-Operation — meist als mikrochirurgische Diskektomie oder minimalinvasive endoskopische Technik — ist bei Lähmungserscheinungen, Cauda-Symptomatik oder bei anhaltend unerträglichen Schmerzen über mehr als drei Monate indiziert. Kurzfristig sind die Ergebnisse gut: 78–95 % der Patienten berichten 1–2 Jahre nach dem Eingriff über eine deutliche Beschwerdebesserung. Die Langzeitdaten differenzieren dieses Bild: In großen Kohorten mit 10-Jahres-Nachbeobachtung liegt die Gesamt-Reoperationsrate zwischen 16,5 % und 22,1 %; ein Rezidiv des Bandscheibenvorfalls im selben Segment ist die häufigste Ursache (ca. 10 %). Etwa 30–70 % der Operierten berichten in Langzeitstudien über residuale Beschwerden unterschiedlicher Ausprägung — ein Aspekt, der in der präoperativen Aufklärung oft zu kurz kommt. Die Operation ist bei klarer Indikation ein etabliertes und in vielen Fällen sinnvolles Verfahren; angesichts der Rezidiv- und Langzeitraten sollte sie — außer bei absoluten Indikationen — erst nach ausreichend langem konservativem Versuch erwogen werden.

Aihara T et al. 10-Jahres-Follow-up. J Clin Neurosci 2022. PMID 34929635. — Kim CH et al. Nationwide sample cohort, 10 Jahre. Spine 2019. PMID 30973508. — Rushton A et al. BMC Musculoskelet Disord 2018. PMC6134506.

Natürlicher Verlauf

Der Körper resorbiert Bandscheibenvorfälle häufig selbst.

MRT-Verlaufsstudien zeigen: Je größer und weiter vorgefallen der Bandscheibenanteil, desto stärker der Schmerz aber auch desto  wahrscheinlicher die spontane Rückbildung unter konservativer Therapie.

93 %Sequestrierte Bandscheiben
70 %Extrudierte Bandscheiben
52 %Protrusionen
13 %Bulging

Der Prozess läuft über Wochen bis Monate und wird durch die Entzündungs mit Umbauvorgängen im Epiduralraum bis hin zur  Resorption des Bandscheibengewebes  vermittelt. Das ist ein starkes Argument, akute Bandscheibenvorfälle — sofern keine absoluten Operationsindikationen wie Lähmung oder Cauda-Symptomatik vorliegen — zunächst konservativ zu behandeln und dem Körper Zeit für die eigene Heilungsleistung zu geben. 

Rashed S et al. Predictive factors for spontaneous regression, SR/MA. J Neurosurg Spine 2023;39(4):471–479. PMID 37486886. — Chiu CC et al. Probability of spontaneous regression, SR. Clin Rehabil 2015;29(2):184–195.

Wo wir den Unterschied machen

Periradikuläre Injektionen wirken oft nur für einige Wochen, und eine Bandscheiben-Operation kommt ohne Lähmungszeichen meist erst nach längerem konservativem Verlauf infrage.

Axomera bei Bandscheibenvorfall und Ischialgie.

Der vorgefallene Bandscheibenanteil komprimiert die Nervenwurzel; rund um die betroffene Wurzel entsteht dabei eine peri-neurale Azidose — eine lokale Übersäuerung, die die Schmerzfasern zusätzlich sensibilisiert und die Nervenwurzel übererregbar macht. Am Foramen, wo die Nervenwurzel aus dem Wirbelkanal austritt, liegt diese Region nah genug an der Oberfläche, um sie gezielt zu erreichen.

Axomera setzt an dieser Nervenwurzelregion an: computergesteuerte elektrische Signale in der Dimension zellulärer elektrischer Felder werden millimetergenau am Foramen und entlang des Nervenverlaufs im Bein platziert. Ziel ist, die Azidose zu puffern, die Nervenwurzel zu entlasten und ihre Übererregbarkeit zu senken — den Bandscheibenvorfall selbst beseitigt das nicht.

Diese neurophysiologische Hypothese ist empirisch durch viele Patientenverläufe begründet (Real-World-Daten), nicht durch kontrollierte Studien; wie bei anderen Indikationen sprechen rund 20–30 % der Behandelten nicht an. Bei zunehmenden Lähmungen, Gefühlsstörungen oder Blasen- und Mastdarmstörungen ist eine sofortige operative Abklärung nötig — Axomera ist dann kein Ersatz.

Wie Entzündung und Schmerz zusammenhängen →
„
Wir behandeln eine Ebene tiefer — dort, wo der Körper Entzündung und Heilung selbst steuert.
Prof. Dr. Albrecht Molsberger
— Prof. Dr. Albrecht Molsberger · Entwickler der Axomera-Therapie, ärztlicher Leiter

Axomera ist ein international patentiertes bioelektrisches Verfahren.

Wie die Axomera-Therapie funktioniert →
Unser Vorgehen

So gehen wir bei Ihnen vor.

Jede Therapie braucht ihre eigene Untersuchung — bei uns ist das die Axomera-Diagnostik  als Grundlage für die präzise Axomera-Therapie.

Axomera-Diagnostik
  1. Diagnose sichern und Einfluss eingenommener Medikamente prüfen
  2. Millimetergenaue Untersuchung — Schmerzpunkte an der betroffenen Nervenwurzel- und Segmentregion lokalisieren
Axomera-Therapie
  1. 4–6 Axomera-Behandlungen, gezielt an diesen Punkten
  2. Ziel: deutliche Reduktion von Schmerz und  Muskelschwäche.
  3. In günstigen Verläufen: Langfristige Beschwerdefreiheit und Vermeidung einer OP.

Angestrebte Ziele & Behandlungsverlauf. Ein bestimmtes Ergebnis können wir nicht zusichern — Verläufe sind individuell. Je nach Erkrankungsverlauf können weniger oder mehr Behandlungen erforderlich sein.

Axomera moduliert die zellulären Signale zur Steuerung von Entzündung und Regeneration. Ziel ist es, eine chronifizierende Entzündung zu unterbrechen und eine qualitativ bessere Regeneration einzuleiten.

Patienten berichten

Einzelne Verläufe.

Seit drei Jahren hatte ich LWS-Schmerzen, ausstrahlend bis in den Unterschenkel. Meinen Tischtennissport konnte ich nicht mehr ausüben. Injektionen, Wurzelblockaden, Akupunktur, Schmerzmittel, Krankengymnastik — kaum Besserung. Mein Arzt setzte dann drei Axomera-Therapien ein — mit einer erheblichen Besserung einen Tag nach der ersten Behandlung. Sehr gutes Verfahren. Ich hätte es sehr viel früher angewendet haben wollen.
LWS-Bandscheibe mit Ischialgie

„Drei Behandlungen, deutliche Besserung nach Tag eins."

Patient, 77 — gekennzeichneter Einzelverlauf.

Dokumentierte Einzelverläufe, mit Einverständnis der Patienten. Individuelle Verläufe unterscheiden sich.

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Ihr Behandlungsteam

Wer Sie behandelt.

Ihre Behandler
Prof. Dr. med. Albrecht Molsberger

Prof. Dr. med. Albrecht Molsberger

Entwickler der Axomera-Therapie · Ärztliche Leitung

Begleitet als Entwickler der Axomera-Therapie die Indikationsstellung und ist auf Wunsch persönlich in Ihre Behandlung eingebunden. Seine Erfahrung in konservativer Schmerzmedizin fließt in die Planung Ihrer Behandlungsserie ein.

Werdegang
  • Facharzt für Orthopädie; Zusatzbezeichnungen Sportmedizin, Akupunktur, Naturheilverfahren
  • Habilitation 2005, apl. Professur für Orthopädie an der Ruhr-Universität Bochum
  • Konzeption und Leitungsgremium der GERAC-Studien (German Acupuncture Trials)
  • Entwicklung der Axomera-Therapie seit 2008
Dr. med. Philipp Schröder

Dr. med. Philipp Schröder

Arzt, Orthopädie & Unfallchirurgie i.W.

Führt Ihre Axomera-Behandlung durch und begleitet Sie über die gesamte Behandlungsserie. Er sichtet Ihre Befunde und schätzt ein, ob das Verfahren für Sie geeignet ist. Zudem wirkt er an der technischen Entwicklung mit.

Werdegang
  • Arzt, Orthopädie & Unfallchirurgie i.W.; Studium Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Abschluss 2020
  • Promotion magna cum laude, Ruhr-Universität Bochum (2021): Schmerzlokalisation bei Clusterkopfschmerz
  • Expertenkurse Ultraschall in der Schmerzmedizin (DEGUM-Curriculum, Stufe I); Expertenkurs Sportmedizin
  • Technische Mitentwicklung der Axomera-Therapie; Mitgründer der Columbus Health-Products GmbH
Weiterer Behandler
Jonas Becker

Jonas Becker

Arzt, FA Orthopädie und Unfallchirurgie

Ordnet Ihre Vorbefunde ein, führt die Axomera-Diagnostik durch und begleitet Sie über die gesamte Behandlungsserie. Er sichtet Ihre Befunde und schätzt aufgrund seiner Erfahrung ein, ob das Verfahren für Sie geeignet ist.

Kontakt · Online-Rezeption

Erst klären. Dann anreisen.

Drei Wege zu uns, rund um die Uhr, direkt hier auf der Seite. Bei jedem laden Sie Arztbriefe, Befunde und MRT-Bilder gleich mit hoch — verschlüsselt in Ihre Akte, von einem Arzt gesichtet, bevor wir sprechen.

01 · Telefon

Kurz klären, ob es passt.

Zehn Minuten mit einem Arzt. Kostenfrei.

  • ·Für alle, die unsicher sind
  • ·Befunde vorab hochladen
  • ·Unverbindlich
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02 · Video

Befundbesprechung ohne Anreise.

Ärztliche Einschätzung per Video.

  • ·Für Patienten von weiter her
  • ·Zweitmeinung vor der Entscheidung
  • ·Nach GOÄ, Betrag bei Buchung sichtbar
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03 · Praxis

Alles an einem Termin.

Untersuchung, Axomera-Diagnostik, Plan, Kosten.

  • ·Für alle, die kommen möchten
  • ·Bis etwa 100 km der direkte Weg
  • ·Befunde mitbringen oder hochladen
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Lieber persönlich? Anrufen: +49 211 866880

Unsere Praxis behandelt ausschließlich nach vorheriger Terminvereinbarung.

Die telefonische Ersteinschätzung ist keine Behandlung und ersetzt keine Untersuchung. Ob Axomera für Sie geeignet ist, entscheidet sich nach ärztlicher Untersuchung.